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26. Januar 2009

Präsentation des Editha-Sarges

Budde: Kulturelle Instinktlosigkeit beenden und Erstpräsentation des Editha-Sarges nach Magdeburg verlegen


Nach Medienberichten ist für den Mittwoch die Präsentation des im Magdeburger Dom geborgenen Sarges von Editha im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle geplant.

Dazu erklärt Katrin Budde, Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und Abgeordnete für die Stadt Magdeburg: "Es ist taktlos, einen so bedeutenden Fund still und leise an einen anderen Ort zu verfrachten und ihn dort als Sensation der Öffentlichkeit zu präsentieren. Es ist ein unglaublicher Vorgang, dass der Oberbürgermeister nicht offiziell über den Fund und über die Präsentation informiert wurde, sondern dies einer Pressemitteilung entnehmen musste.

Der Fund des Sarges von Editha ist von großer historischer Bedeutung für die Stadt Magdeburg, die als Morgengabe Ottos I. für seine Königin eine überragende Bedeutung für die abendländische Kulturgeschichte und die Geschichte des Heiligen Römischen Reiches im Mittelalter hat. Ein solcher Fund ist natürlich angemessen in seinem historischen Kontext zu präsentieren, zumal das 800jährige Jubiläum des Magdeburger Doms den würdigen Rahmen dazu bietet.

Der Kultusminister sollte daher diese kulturelle Instinktlosigkeit beenden und für die Verlegung der Erstpräsentation nach Magdeburg sorgen."