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11. März 2009
Ökostrom
Schindler: Vorreiterrolle ernst nehmen – Landesregierung soll auf Ökostrom umstellen
In einer kleinen Anfrage zur Versorgung der Landesliegenschaften mit Strom aus Erneuerbaren Energien (Drs. 5/1824) hat die Sprecherin für Erneuerbare Energien der SPD-Landtagsfraktion Silke Schindler die Landesregierung gefragt, ob landeseigene Liegenschaften derzeit mit Strom aus Erneuerbaren Energien (Ökostrom) versorgt werden.
"Das Ergebnis ist ernüchternd! Zurzeit wird keine einzige Landesliegenschaft mit Ökostrom versorgt, obwohl wir uns als Land Modellland für Erneuerbare Energien nennen und die europäischen Klimaschutzziele befürworten. Damit wird das Land seiner Vorreiterrolle und seiner Vorbildfunktion nicht gerecht", kritisiert Silke Schindler.
Die Antwort der Landesregierung hat darüber hinaus ergeben, dass durch die Einführung von Ökostrom bei der Versorgung der Landesliegenschaften rund 82.000 Tonnen Kohlendioxid jährlich eingespart werden könnten.
Die Mehrkosten, die für das Land bei einer kompletten Umstellung auf Ökostrom entstehen würden, liegen nach Angaben der Landesregierung bei rund 300.000 Euro. Das entspricht etwa 1 Prozent der jährlichen Gesamtkosten für Strom in Höhe von 30,7 Millionen Euro.
"Die Landesregierung soll nicht nur reden, sondern auch handeln und mit gutem Beispiel voran gehen. Eine schrittweise Umstellung der Landesliegenschaften auf Ökostrom würde helfen, den CO2-Ausstoß deutlich zu verringern und die selbst gesteckten Klimaziele zu erreichen", fordert Silke Schindler.