03.01.2016

Nutzung sozialer Netzwerke durch die Polizei

Erben: Münchner Terroralarm zeigt, dass an der Facebook- und Twitter-Nutzung durch die Polizei kein Weg vorbei führt


Während des Terroralarms in der Silvesternacht wandte sich die Münchner Polizei über Twitter und Facebook direkt an die Bürger, um die Terrorwarnung bekannt zu geben - mehrsprachig und mit Livestream. Für diese Vorgehensweise erhielt die bayerische Polizei viel Lob von den Münchnern und ihren Gästen. Beobachtern zufolge konnte die Polizei in einer akuten Krise so dazu beitragen, die Verunsicherung der Menschen etwas zu lindern, die sich in einer unklaren und bedrohlichen Situation schnell einstellt. Allein die Tatsache, dass die Polizei in den sozialen Medien präsent war und verlinkt werden konnte, hat vermutlich schon zur Beruhigung beigetragen.

Der stellvertretende Vorsitzende und innenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Rüdiger Erben, fordert deshalb, dass auch die Polizei Sachsen-Anhalts verstärkt Informationen über soziale Netzwerke verbreitet. Es gebe zwar in einigen Polizeidienststellen des Landes bereits positive Ansätze. Es fehle jedoch an einem Gesamtkonzept. Hessen und Berlin seien diesbezüglich meilenweit voraus. Auch die Nachbarländer Brandenburg und Niedersachsen gingen jetzt deutlich offensiver vor.

Erben: "In Situationen wie in München ist die Stimmung oft sehr angespannt, viele Menschen sind auf der Straße und nicht am heimischen Radio. Es herrscht große Unsicherheit. Wenig ist bekannt, viel wird spekuliert, schnell machen Gerüchte die Runde. Dann muss die Polizei schnell informieren. Hinzu kommt, dass viele Menschen unter 30 nur noch über soziale Netzwerke erreichbar sind. Hier muss Sachsen-Anhalt schnell besser werden und aus den Kinderschuhen herauskommen. An Facebook und Twitter führt kein Weg vorbei, wenn man die Menschen in solchen Situationen schnell erreichen will."

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