27.06.2017

"Nachtragshaushalt ist kein Tabu"

Pähle: Wir brauchen mehr Lehrerinnen und Lehrer – aber nicht erst 2023


Die SPD-Landtagsfraktion hat den Beschluss der Landesregierung für eine kurzfristige Kapazitätssteigerung in der Lehramtsausbildung begrüßt. "Wissenschaftsminister Armin Willingmann wird Gespräche mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg führen mit dem Ziel, die zum Studienjahr 2016/17 auf 700 Plätze erhöhte Kapazität auch 2017/18 beizubehalten. Dabei hat er unsere Unterstützung", sagte die Fraktionsvorsitzende und wissenschaftspolitische Sprecherin Katja Pähle. "Kurzfristig ist das der richtige Weg, um auf die künftige hohe Zahl altersbedingter Abgänge zu reagieren."

Aus SPD-Sicht reicht aber die Ausbildung künftiger Lehrergenerationen nicht aus, um mit den akuten Problemen der Schulen fertig zu werden. Pähle: "Wenn die Landesregierung jetzt die Unterrichtsversorgung ab 2023 in den Blick nimmt, dann müssen erst recht alle Anstrengungen unternommen werden, um so schnell wie möglich mehr Lehrerinnen und Lehrer vor die Klassen zu bekommen. Das Ziel ist mit 103 Prozent Unterrichtsversorgung im Koalitionsvertrag klar definiert. Wir gehen davon aus, dass die Expertenkommission den daraus abzuleitenden Lehrerbedarf auf der Grundlage der tatsächlichen Entwicklung der Schülerzahlen berechnen wird."

Dieses Ziel erfordere weitere Anstrengungen im Haushalt, so Pähle weiter: "Dabei darf auch ein Nachtragshaushalt kein Tabu sein. Wenn die finanziellen Spielräume sich weiter so positiv entwickeln, sollten wir schon 2018 für eine deutliche Steigerung der Neueinstellungen sorgen."

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