Werkstattgespräch am 26. Januar 2017

Gute Bildung braucht mehr Lehrerinnen und Lehrer

Erneuerbare Energien - Arbeitsmarkt mit Zukunft

Im Januar hatte die SPD-Landtagsfraktion Lehrerinnen und Lehrer, Vertreter der Gewerkschaft, Erziehung und Wissenschaft, der Lehrerausbildung sowie Fach- und Verbandsvertreter zum Werktstattgespräch "Gute Bildung braucht mehr Lehrerinnen und Lehrer" in den Landtag nach Magdeburg eingeladen. Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer fanden Zeit, mit der SPD-Fraktionsvorsitzenden Dr. Katja Pähle, Bildungsminister Marco Tullner, Staatssektretärin Susi Möbbeck und der SPD-Bildungspolitikerin Prof. Dr. Angela Kolb-Janssen über die drängendsten Probleme im Bildungsbereich zu diskutieren.

Dr. Katja Pähle eröffnet die Veranstaltung und begrüßt die zahlreich erschienenen Gäste.
Die Fraktionsvorsitzende Dr. Katja Pähle (mitte) eröffnet das Werkstattgespräch "Gute Bildung braucht mehr LehrerInnen"

Bildungsminister Marco Tullner erläuterte die "Die Ziele des Landes in der Unterrichtsversorgung" und betonte, dass man "keine Paradieszustände" in der Unterrichtsversorgung habe, aber man in diesem Jahr allen Referendaren ein Platz anbieten könne. 2016 wurden mehr als 720 neue Kolleginnen und Kollegen eingestellt und 20 Quer- und Seiteneinsteiger bei den Sprachlehrern gewonnen. Für dieses Jahr rechne er mit Neueinstellungen in der Größenordnung von 500 bis 700 Lehrerinnen und Lehrern.

Alexander Pistorius von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft stellte dar, dass jährlich rund 500 Kolleginnen und Kollegen die Schulen verlassen und in den kommenden Jahren mit einer hohen Anzahl an Lehrerinnen und Lehrern zu rechnen ist, die aus Altersgründen die Schulen verlassen. Die Zahl der Neueinstellungen müsse daher dringend erhöht werden.

Staatssekretärin Susi Möbbeck, Integrationsbeauftragte der Landesregierung, betonte wie wichtig der Spracherwerb für die Integration Geflüchteter ist.

Bildungspolitikerin Angela Kolb-Janssen
Bildungspolitikerin Angela Kolb-Janssen

Die bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Angela Kolb-Janssen stellte den neuen Vorschlag der SPD zur Stärkung der Unterrichtsversorgung vor. "Nur die ausscheidenden Lehrkräfte zu ersetzen, reicht nicht aus, um die angestrebte flächendeckende Unterrichtsversorgung zu erreichen, die wir im Koalitionsvertrag vereinbart haben", so Kolb-Janssen. "Wir machen unseren Koalitionspartnern den Vorschlag, mit einer solidarischen Aktion – an der sich dann auch die SPD-geführten Ministerien beteiligen würden – durch das Zusammenlegen von Personalrestmitteln aus allen Ressorts der Landesregierung zusätzliche Neueinstellungen an den Schulen zu ermöglichen. Wir denken dabei an eine Größenordnung von rund 250 zusätzlichen Lehrerinnen und Lehrern pro Jahr."

Eine Entscheidung, ob der Vorschlag auch von den anderen Fraktion mitgetragen wird, steht noch aus, da die Haushaltsverhandlungen noch nicht abgeschlossen sind. Die SPD setzt sich wie im Koalitionsvertrag vereinbart dafür ein, dass die Neueinstellung zusätzlicher Lehrerinnen und Lehrer zu den prioritären Vorhaben der Landesregierung gehört.

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