Werkstatträtekonferenz der SPD-Landtagsfraktion ist gute Tradition

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Blick in den Veranstaltungsraum
Blick in den Veranstaltungsraum

Am Montag, dem 29. Oktober 2018, hat die SPD-Landtagsfraktion eine Konferenz mit zahlreichen Mitgliedern von Werkstatträten – den Interessenvertretungen der Beschäftigten in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen – veranstaltet und damit eine gute Tradition fortgeführt, wie es der stellvertretende Vorsitzende und arbeitsmarktpolitische Sprecher der Fraktion, Andreas Steppuhn, formulierte. Diskussionspunkt war dieses Mal das Bundesteilhabegesetz, insbesondere sollte es um den Weg von der Theorie zur Praxis gehen. Mit dabei waren der Direktor der Sozialagentur Maik-Michael Strube und Viola Tharann von der Gesellschaft für Sozialeinrichtungen in Blankenburg.

Andreas Steppuhn (links) und Maik-Michael Strube bei der Werkstatträtekonferenz
Andreas Steppuhn (links) und Maik-Michael Strube bei der Werkstatträtekonferenz

Die SPD-Landtagsfraktion wolle das neue Bundesteilhabegesetz (BTHG) in Sachsen-Anhalt aktiv und zügig umsetzen, so Steppuhn: Erklärtes Ziel ist es, Menschen mit Behinderungen mehr gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Dieses gilt sowohl für das private Umfeld als auch für das Berufsleben. Inklusion und Integration von Anfang an und in allen Bereichen soll Menschen mit Behinderungen mehr Eigenständigkeit ermöglichen und neue Perspektiven eröffnen. Das BTHG soll den Zugang zu Bildung und auf den Arbeitsmarkt erleichtern.

Die Mitbestimmung in Werkstatträten wird zukünftig finanziell gefördert. Maik-Michael Strube, Direktor der Sozialagentur Sachsen-Anhalt: Das Land hat vor, zukünftig jährlich 615.000 Euro zur Finanzierung der Arbeit der Werkstatträte zur Verfügung zu stellen. Damit wird auch die Qualität der Mitbestimmung verbessert. Werkstatträte haben zukünftig ähnliche Aufgaben wie Betriebsräte. Zudem würden zukünftig 6,6 Millionen Euro für den Bereich der Arbeitsförderung bereitgestellt. Bislang waren es knapp drei Millionen Euro.

Das Bundesteilhabegesetz ermöglicht es zudem, in Werkstätten für Menschen mit Behinderungen Frauenbeauftragte zu wählen. Dieses ist vielfach schon geschehen.

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