Fachgespräch "Engagiert in Sachsen-Anhalt – auf dem Weg zur Engagementstrategie"

Der SPD ist das Thema Engagement und Demokratieförderung sehr wichtig. Wir stehen für ein faires und soziales Miteinander und gleiche Teilhabechancen. Engagement und Ehrenamt sind Grundvoraussetzung in einer Demokratie: Der Wille, die eigene Umwelt aktiv mitzugestalten, gemeinsame Aktivitäten in der Nachbarschaft stärken die soziale Integration und bauen Vorurteile ab. Nicht zuletzt ist Engagement der Grundstein für ein gutes Zusammenleben.

Die Fraktionsvorsitzende Dr. Katja Pähle (l.) eröffnet das Fachgespräch und begrüßt die Gäste - mit Andreas Steppuhn und Staatssekretärin Susi Möbbeck
Die Fraktionsvorsitzende Dr. Katja Pähle (l.) eröffnet das Fachgespräch und begrüßt die Gäste - mit Andreas Steppuhn und Staatssekretärin Susi Möbbeck

In Sachsen-Anhalt gibt es viele Projekte und Strukturen, die sich für das Gemeinwesen einsetzen. Für die Förderung dieses Engagements und die Nutzung vorhandener Potentiale wurde in den letzten Jahren viel getan. Aus unserer Sicht gibt es jedoch den Bedarf, dass das Land Sachsen-Anhalt über die Vielzahl von Strukturen und zum Teil kurzzeitigen Projekten hinaus langfristige Perspektiven für die Engagementförderung entwickelt. Insbesondere bestimmte Zielgruppen gilt es zu erreichen, damit wir dem Streben nach größerer Teilhabe für mehr Menschen gerecht werden. So ist deutlich, dass sich immer noch mehr Menschen mit höheren Bildungsabschlüssen engagieren als mit niedrigeren, mehr Männer als Frauen. Menschen mit Migrationshintergrund, mit körperlichen Beeinträchtigungen oder auch Arbeitssuchende und jene über 60 sind völlig unterrepräsentiert. Mit einer langfristigen Strategie wollen wir das ändern.

Prof. Dr. Roland Roth
Prof. Dr. Roland Roth

Um über eine Engagementstrategie zu diskutieren haben wir TrägerInnen und Akteure aus Land und Kommunen am Montag, dem 16. September 2019, zu einem Fachgespräch in den Landtag nach Magdeburg eingeladen. Eröffnet wurde der Abend von der SPD-Fraktionsvorsitzenden Katja Pähle. Es folgten Inputs von dem langjährigen Professor der Hochschule Magdeburg-Stendal Roland Roth, der als Vertreter der Wissenschaft über die Wirksamkeiten von Strategien zur Förderung des Engagements aus anderen Bundesländern berichtete und darüber, was für Prozesse bei der Erarbeitung einer eigenen zu beachten sind. Im Anschluss daran hat Staatssekretärin Susi Möbbeck eine Bestandsaufnahme der in Sachsen-Anhalt bestehenden Strukturen präsentiert. Zu guter Letzt informierte Olaf Ebert in der Funktion als Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen Sachsen-Anhalt e.V. über das, was die Zivilgesellschaft braucht: stabile Strukturen zur Engagementförderung.

Olaf Ebert
Olaf Ebert

In der von Andreas Steppuhn moderierten Diskussion kamen Vertreterinnen und Vertreter aller Bereiche zu Wort. So wurde schnell klar, dass jeder Bereich – von Feuerwehren und Katastrophenschutz über den Sport und die Pflege bis zu Medien und Kultur – zwar unterschiedliche Bedürfnisse hat, die Probleme aber oft ganz ähnlich sind. Und, dass soziale Träger und Akteure aus der Zivilgesellschaft eine breite Einbindung in den Prozess der Entwicklung der Engagementstrategie erfahren müssen. Außerdem "braucht es eine breite öffentliche Debatte", resümiert Roland Roth. Danke an alle Teilnehmenden! Wir freuen uns auf den weiteren Austausch.

Blick in den Veranstaltungsraum
Blick in den Veranstaltungsraum

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