Das Gute-Kita-Gesetz für Sachsen-Anhalt:
Der nächste Schritt für bessere Kinderbetreuung
und Entlastung der Eltern

Seit dem 1. Januar 2019 gilt in Sachsen-Anhalt das neue Kinderförderungsgesetz (KiFöG). Es hat Familien mit mehreren Kindern bei den Beiträgen stark entlastet und bringt mehr Fachkräfte in die Kitas. Jetzt gehen wir den nächsten Schritt: Wir setzen das Gute-Kita-Gesetz des Bundes um.

Durch dieses von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) auf den Weg gebrachte Gesetz bekommen die Länder 5,5 Milliarden Euro zusätzlich für die Kinderbetreuung. Ungefähr 140 Millionen Euro davon gehen nach Sachsen-Anhalt. Wofür genau sie dieses Geld einsetzen, müssen die Länder mit dem Bund vereinbaren. Für Sachsen-Anhalt hat Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD) dabei ein Paket von Verbesserungen für Eltern, Erzieherinnen und Erzieher geschnürt.
 

Kita-Beiträge: weitere Entlastung für viele Familien

Wir senken für viele Familien die Belastung durch Kita-Beiträge weiter ab. Das betrifft Familien mit mehreren Kindern und Eltern mit kleinem Einkommen.

  • Schon seit 1. Januar 2019 gilt: Wer mehrere Kinder in Kindergarten und/oder Krippe hat, zahlt nur für das älteste Kind. Ist ein Kind im Hort, kommen bislang die Hortkosten in jedem Fall dazu.
    Ab 1. Januar 2020 gilt dann: Wer mehrere Kinder in Hort, Kindergarten und/oder Krippe hat, zahlt nur für das älteste Kind. Beispiel: zwei Kinder im Schulhort, eins in der Krippe: Es wird nur noch ein Hortbeitrag fällig. Da der Hortbeitrag in der Regel viel niedriger ist als der in der Kita, bedeutet das eine erhebliche Entlastung.
  • Familien mit kleinen Einkommen, die Kinderzuschlag oder Wohngeld erhalten, zahlen ab 1. August 2019 keine Elternbeiträge mehr.
  • Kitas mit besonders langen Öffnungszeiten können im Interesse berufs­tätiger Eltern zusätzlich gefördert werden.

 

Ein Kita-Fachkräfte-Pakt

Unsere Kitas brauchen dringen neue, junge Erzieherinnen und Erzieher. Wir setzen an mehreren Stellen gleichzeitig an, um den Berufseinstieg attraktiver zu machen:

  • Zum 1. August 2019 schaffen wir das Schulgeld für die Erzieherinnen- und Erzieherausbildung ab. Wir sind froh über alle, die neu in diesen Beruf kommen – da sollen sie nicht auch noch Geld in ihre eigene Ausbildung stecken, während junge Leute in anderen Berufen längst selbst verdienen.
  • Wir schaffen zusätzlich 320 praxisintegrierte und vergütete Aus­bildungsplätze in Sachsen-Anhalt. Den Kitas wird der Zeitaufwand für die Anleitung der Auszubildenden angerechnet.
  • Wir wollen zusätzlich Menschen aus anderen Berufen gewinnen, als Quereinsteiger eine Ausbildung als Erzieherin oder Erzieher auf­zunehmen. Dafür bezahlen wir ein vorbereitendes Praktikum.
  • In jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt werden zwei Stellen für pädagogische Fachberatung finanziert.

 

Diese Veränderungen werden viele Eltern sehr deutlich im Portemonnaie spüren. Und wenn demnächst in den Kitas viele altgediente Fachkräfte in die verdiente Rente gehen, verstärken neue Erzieherinnen und Erzieher die Teams. Gut für unsere Kinder!

 

 
Titelblatt des Faltblattes zum Gute-Kita-Gesetz für Sachsen-Anhalt

 
Das Gute-Kita-Gesetz für Sachsen-Anhalt:
Der nächste Schritt für bessere Kinderbetreuung
und Entlastung der Eltern

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Veröffentlicht im Mai 2019.

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