18.03.2015

Bahn-Pläne

Budde: Anbinden statt Abhängen – Verbesserung der IC-Verbindungen in Magdeburg 2022 kommt deutlich zu spät


Die Deutsche Bahn AG hat heute die "größte Kundenoffensive in ihrer Geschichte" verkündet. Damit will die Bahn alle Städte mit über 100.000 Einwohnern an das Fernverkehrsnetz anschließen. Bundesweit bedeutet das die Einrichtung von ca. 350 neuen Haltepunkten. Städte mit IC-Halt sollen durch ICE-Halte aufgewertet werden. 30 Städte sollen wieder an das IC-Netz angebunden, andere Verbindungen sollen ausgebaut werden.

In diesem Zusammenhang sollen auch die Verbindungen in der Landeshauptstadt Magdeburg verbessert werden. So soll in Zukunft wieder ein IC nach Berlin fahren. Zudem werden Cottbus (über Berlin) und Schwerin angebunden. Nach den heute veröffentlichten Informationen der Bahn soll dies jedoch erst ab  2022 erfolgen.

Dazu erklärte Katrin Budde, Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und SPD-Landesvorsitzende: "Die anfängliche Freude über die heutige Meldung ist schnell einer großen Ernüchterung gewichen. Im Klartext: Die Landeshauptstadt Magdeburg muss weitere sieben Jahre auf eine IC-Verbindung nach Berlin warten. Das ist keine wirkliche Kundenoffensive.

Eigentlich hätten wir erwartet, dass endlich wieder ein ICE in Magdeburg hält. Jetzt wird hier für fast ein Jahrzehnt nichts passieren. Das ist eine Riesenenttäuschung. Wie die Bahn damit der gestiegenen Konkurrenz durch die Fernbuslinien begegnen will, ist mir ein Rätsel. Die Betreiber werden keine sieben Jahre warten."

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