26.03.2015

Tierschutz

Hampel: Umfassende Verbesserungen im Tierschutz bei Haus- und Nutztieren vorgesehen


Der Landtag hat heute einen Antrag von CDU und SPD beschlossen, der umfangreiche Verbesserungen im Tierschutz vorsieht. So soll es zukünftig eine Ansprechpartnerin oder einen Ansprechpartner für Tierschutzfragen auf Landesebene geben. Dieser soll in regelmäßigen Abständen einen Tierschutzbericht erarbeiten. Weiterhin soll auf die Einführung von Tierwohl-Labels hingewirkt, die Umsetzung der Kastrationspflicht für Katzen mit Freigang unterstützt und der Umgang mit herrenlosen Tieren und Fundtieren verbessert werden.

Dazu erklärte Nadine Hampel, tierschutzpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion: "Die Sensibilität für Fragen der Tiergesundheit und des Tierwohls ist enorm gestiegen. Wir sehen einen gesellschaftlichen Wandel, bei dem immer mehr Menschen eine Neuausrichtung der heutigen Agrarpolitik fordern. Wir wissen, dass es bei Tierschutzfragen in Sachsen-Anhalt noch einen großen Handlungsbedarf gibt. Mit der Initiative der Regierungsfraktionen werden Maßnahmen eingeleitet, die in Summe zu einer deutlichen Verbesserung des Wohls der Haus- und Nutztiere in unserem Land führen werden.

Mit der Schaffung eines Ansprechpartners für Tierschutzfragen soll die Kommunikation zwischen engagierten Bürgerinnen und Bürgern und der Verwaltung verbessert werden. Er soll zudem dem Landtag Empfehlungen für erforderliche gesetzliche Änderungen geben.

Für ein selbstbestimmtes Handeln der Verbraucherinnen und Verbraucher brauchen wir dringend Tierwohl-Labels, damit den Bürgerinnen und Bürgern die Gelegenheit gegeben wird, sich gezielt für höhere Tierwohlstandards entscheiden zu können.

Aus Sicht der SPD-Fraktion ist es geboten, eine landeseinheitliche Verordnung zur Kastrationspflicht für freilebende Katzen auf den Weg zu bringen. Sie leben teils unter tierschutzwidrigen Bedingungen, gefährden heimische Tierarten und die Tierheime werden in den Monaten Mai und Oktober mit Jungtieren überschwemmt.

Auch der Handel mit Haustieren bedarf einer stärkeren Kontrolle unter Tierschutzgesichtspunkten. Dies betrifft insbesondere den Handel mit exotischen Arten, aber auch die illegale Einfuhr von Welpen aus dem Ausland."

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