06.04.2015

Rechtsextremisten im Fußball

Erben: Erwarte klare Kante auch von den Fußballfunktionären auf Landes- und Kreisebene gegen Wesemann & Co.


An diesem Wochenende berichtet die Berliner Tageszeitung "taz" über die Beherrschung des Kreisliga-Fußballvereins FC Dornburg aus dem Jerichower Land durch Rechtsextremisten, darunter auch Schläger aus der ehemaligen Hooligan-Gruppe "BWSE".

Neben den bekannten Gewalttaten, an welchen der bekannte rechte Gewalttäter Dennis Wesemann aus Stresow beteiligt war und wegen der aktuell ermittelt wird, wird darin umfangreich über das Klima der Angst in der Fußball-Kreisliga des Landkreises Jerichower Land berichtet. Auch fiele die Milde der sportgerichtlichen Sanktionen auf, die gegen Wesemann verhangen und dann auch nur halbherzig vollstreckt würden.

Rüdiger Erben, stellvertretender Vorsitzender und innenpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, fordert deshalb ein konsequenteres Vorgehen der Fußballfunktionäre des Landesfußballverbandes und im Jerichower Land. "Wenn die Berichte der taz über die Zustände bei Kreisliga-Spielen des FC Dornburg auch nur ansatzweise zutreffen, liegt dort sehr viel im Argen. Lippenbekenntnisse der Verantwortlichen reichen da nicht mehr aus. Hier muss auch mit den Mitteln der Sportgerichtsbarkeit hart durchgegriffen werden. Rassisten und Gewalttäter haben auch auf Sportplätzen nichts zu suchen. Das ist nicht nur Aufgabe des Staates, sondern auch des Fußballsports in Sachsen-Anhalt und im Jerichower Land."

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