29.04.2015

Klausur Naumburg

Niestädt: Arbeitsgruppe besucht Vereinigte Domstifter


Die Koalitionsarbeitsgruppe Finanzen der SPD- und der CDU-Landtagsfraktion besuchte heute den Dom in Naumburg und kam dabei mit der Stiftung Vereinigte Domstifter zu Merseburg und Naumburg und des Kollegiatstifts Zeitz ins Gespräch.

Die Wurzeln der Vereinigten Domstifter reichen bis in das 10. Jahrhundert zurück. Kaiser Otto der Große und seine Nachfolger bauten die mitteldeutsche Region zwischen Unstrut, Saale, Harz und Elbe als Kernland ihres Königtums aus. Sie schufen eine der bedeutendsten Kulturlandschaften Europas. Im Jahr 968 wurden nach Plänen Ottos des Großen Merseburg und Zeitz als Bistümer gegründet. Während die Merseburger Diözese nach kurzer Unterbrechung durch Kaiser Heinrich II. im Jahr 1004 neu begründet worden war, siedelte der Zeitzer Bischof mit seinem Domkapitel im Jahr 1028 in den neuen Bischofsitz Naumburg über. Im gleichen Jahr installierte man an der altehrwürdigen Zeitzer Kathedrale im Gegenzug ein Kollegiatstift.

"Es freut mich, was wir hier in Naumburg, Zeitz und Merseburg mit den Vereinigten Domstiftern in so kurzer Zeit bewegen konnten", erklärt die stellv. Fraktionsvorsitzende und finanzpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Krimhild Niestädt. "Stiftungen, ob als Landes- oder auch Privatstiftungen, leisten einen nicht zu unterschätzenden gesellschaftlichen Beitrag."

Neben dem Besuch der Vereinigten Domstifter stand aber auch noch die durch das Land durchgeführte Stiftungsstrukturreform auf der Tagesordnung. Das Land hatte 2012 mit einer Reform seiner Landesstiftungen begonnen. Wesentlicher Punkt dieser Reform war die Stärkung der Landesstiftungen gerade durch die Schaffung effektiver Strukturen. Aufgaben wie z.B. Vermögensanlagenmanagement und Lohnbuchhaltung wurden zentralisiert und außerhalb der Stiftungen organisiert. Für die Neustrukturierung der Landesstiftungen hat der Landtag im Haushalt 2014 1,3 Mio. Euro und 2015 je 1,1 Mio. Euro vorgesehen.

Krimhild Niestädt: "Mit der Stiftungsstrukturreform haben wir die Landesstiftungen flott für die Zukunft gemacht. Aber ich möchte nicht verhehlen, dass ich mir, angesichts der Entwicklung bei den Kapitalerträgen Sorgen um die Einnahmen der Landes- sowie der Privatstiftungen mache. Diese sind für die Verfolgung des Stiftungszwecks aber zwingend notwendig, da Stiftungen grundsätzlich aus der Verzinsung ihres Kapitalstocks ihre Ausgaben decken."

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