24.08.2017

Schulpolitik

Kolb-Janssen: Um Schulerfolg zu sichern, muss Schulsozialarbeit langfristig gesichert werden


Der Landtag von Sachsen-Anhalt diskutiert heute über einen Antrag der Linksfraktion, 600 zusätzliche Stellen für den Bildungsbereich zur Verfügung zu stellen, damit Schulabbrüche verhindert werden. Die SPD-Fraktion hat sich in den letzten Monaten immer wieder für die dauerhafte Beschäftigung von Sprachlehrkräften, die Einstellung zusätzlicher Lehrerinnen und Lehrer und von pädagogischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eingesetzt, aber: "Mehr Ressourcen für den Bildungsbereich allein verhindern keine Schulabbrüche", erklärte Angela Kolb-Janssen, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion.

Um die Zahl der Schulabbrecher zu senken, gibt es seit 2008 das ESF-geförderte Programm "Schulerfolg sichern". Inzwischen arbeiten 400 Schulsozialarbeiterinnen und Schularbeiter erfolgreich an unseren Schulen und unterstützen Schülerinnen und Schüler individuell in ihrer Bildungskarriere. Die Besonderheit liegt in der Vernetzung zwischen Schule und Elternhaus, die in schwierigen Lebenssituationen den Kindern Halt und emotional-soziale Stabilisierung geben. Sie entlasten dadurch auch Lehrerinnen und Lehrer und arbeiten präventiv.

"Schulsozialarbeit ist aus dem Schulalltag nicht mehr wegzudenken. Sie ist ein wichtiges Instrument, um die Schulabbrecherquote zu verringern, muss aber durch weitere Instrumente ergänzt werden. Wir sind gefordert, die Schulsozialarbeit langfristig finanziell zu sichern", so Kolb-Janssen.

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