03.11.2017

Runder Tisch gegen Ausländerfeindlichkeit trifft Landtagsfraktionen

Pähle: Ein Einwanderungsgesetz ist überfällig, im Interesse der Menschen und der Wirtschaft


Im Landtag in Magdeburg ist der Runde Tisch gegen Ausländerfeindlichkeit unter der Schirmherrschaft von Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch (CDU) am heutigen Freitag zu seinem jährlichen Treffen mit den Landtagsfraktionen zusammengekommen. Aus diesem Anlass erklärt die SPD-Fraktionsvorsitzende Katja Pähle:

"Es ist eine verdienstvolle Sache, dass der Runde Tisch regelmäßig Praktiker aus Integrationsarbeit und Flüchtlingshilfe mit politischen Entscheidern zusammenbringt, um gemeinsam eine kritische Bilanz zu ziehen und zu diskutieren, was für die Integration von Zuwanderern und gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit nötig ist. Ich setze darauf, dass die Akteure am Runden Tisch diese Arbeit fortsetzen.

Wir brauchen aber nicht nur ehrenamtliches Engagement, wir brauchen auch klare Spielregeln für Zuwanderung. Bei den Verhandlungen über eine Regierungsbildung in Berlin müssen endlich die Weichen für ein modernes Einwanderungsgesetz gestellt werden. Neben der durch Grundgesetz und Völkerrecht gebotenen Aufnahme von politisch Verfolgten und von Menschen, die vor Krieg und Gewalt fliehen, brauchen wir legale Zuwanderungsmöglichkeiten auch für Menschen, die in Deutschland eine Arbeit aufnehmen wollen. Das ist im Interesse der Menschen, aber ebenso auch unserer Wirtschaft. Der zunehmende Fachkräftemangel spricht da eine deutliche Sprache."

Der Runde Tisch gegen Ausländerfeindlichkeit in Sachsen-Anhalt wurde 1993 von den christlichen Kirchen, der Synagogengemeinde zu Magdeburg und dem DGB Sachsen-Anhalt als Initiative gegen Rassismus und Ausländerfeindlichkeit ins Leben gerufen. Mehr Infos zum Runden Tisch unter: https://rundertischsachsenanhalt.wordpress.com

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