28.04.2017

SPD-Landtagsfraktion zum 1. Mai

Mehr als ein schönes langes Wochenende – Zeit, für soziale Gerechtigkeit einzustehen


Die Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Katja Pähle, hat dazu aufgerufen, sich am 1. Mai in ganz Sachsen-Anhalt an Aktionen für soziale Gerechtigkeit und Demokratie zu beteiligen. Pähle: "Die Arbeitswelt steht vor tiefgreifenden Veränderungen – mal wieder. Eine neue Phase von Digitalisierung und Automatisierung zeichnet sich ab, Fachkräftebildung wird wichtiger denn je. Für uns ist wichtig, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer diesen Wandel nicht erdulden, sondern aktiv gestalten. Das geht nur mit selbstbewussten Arbeitnehmervertretungen, mit mehr tarifgebundenen Unternehmen und mit einem modernen Sozialstaat. Es ist gut, wenn am 1. Mai viele Menschen für soziale Gerechtigkeit einstehen."

Der arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Andreas Steppuhn, erklärt: "Wir haben einen gespaltenen Arbeitsmarkt, auch in Sachsen-Anhalt: auf der einen Seite tariflich entlohnte Facharbeiterinnen und Facharbeiter, die von den Unternehmen dringend nachgefragt werden und deshalb auch eigene Ansprüche an gute Arbeit geltend machen können. Auf der anderen Seite prekäre Arbeitsverhältnisse mit Löhnen, die oft nicht zum Leben reichen – und das oft in gesellschaftlich besonders wichtigen Bereichen wie der Pflege. Der 1. Mai ist traditionell der Tag, um gegen solche Ungerechtigkeiten einzutreten. Das tun wir auch in diesem Jahr."

An mehreren Orten wird der 1. Mai von Neonazis missbraucht. Katja Pähle: "Der 1. Mai steht für gesellschaftlichen Zusammenhalt, nicht für Spaltung und Hass. Gegen Neonazis muss man klare Kante zeigen. Ich beteilige mich am Montag an den Aktionen des Bündnisses ,Halle gegen rechts‘."

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