19.12.2017

Große Anfrage Wolf

Barth: Wenn wir die Wiederansiedlung der Wölfe zulassen, müssen wir auch die damit verbundenen Kosten tragen


In der heutigen Aussprache des Landtages über die Antwort der Landesregierung auf die Große Anfrage der CDU-Fraktion zur Wiederansiedlung des Wolfs erklärt der umweltpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Jürgen Barth:

"Wichtig ist, dass wir den Wolf auf Abstand zu uns Menschen halten. Da darf es keine Kompromisse geben. Die Entnahme von verhaltensauffälligen Wölfen ist insofern zwingend geboten. Auch sollten wir zum Schutz unserer Nutztiere gegen Wölfe vorgehen, die sich darauf spezialisieren, Schafe und Kälber anzugreifen. Wir sind als Gesellschaft durchaus dazu bereit die Wiederbesiedlung der Wölfe zuzulassen, es bedarf hier aber eines gezielten Managements und auf absehbare Zeit der Aufnahme des Wolfs in das Jagdrecht. Auch sollte ernsthaft geprüft werden, ob die Wiederansiedlung in bestimmten Gebieten auszuschließen ist, wenn abgesehen werden kann, dass das Konfliktpotenzial besonders hoch ist.

Die Wiederansiedlung der Wölfe darf nicht dazu führen, dass die für unsere Landschaftspflege sehr wichtige Weidehaltung mit Schafen wegbricht. Hier werden wir für die kommenden Haushalte nachsteuern müssen. Das Kuratorium für Technik und Bauwesen in der Landwirtschaft hat erst vor wenigen Tagen Kalkulationen veröffentlicht, welche von einem zusätzlichen Kostenaufwand durch den Wolf von 150 bis 300 Euro je Hektar ausgehen.

Wenn wir die Wiederansiedlung der Wölfe zulassen, müssen wir auch die damit verbundenen Kosten tragen. Das sind wir unseren Schäfern schuldig."

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