Landtagssitzung
19. April 2018

Wertschöpfungsstrategien für den ländlichen Raum entwickeln

Auf der heutigen Sitzung des Landtages wurde auf Initiative der SPD durch die Koalitionsfraktionen ein Antrag eingebracht, welcher vorsieht, für die Entwicklung der ländlichen Räume Wertschöpfungsstrategien zu entwickeln und umzusetzen.

Dazu erklärt der agrarpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Jürgen Barth:

„Unsere ländlichen Räume in Sachsen-Anhalt haben vielfältige Potenziale, um Wertschöpfung zu generieren und damit zukunftsfähige Arbeitsplätze zu sichern und neu zu schaffen. Die vielfältigen Aktivitäten im Land sollen durch eine Strategie und darauf aufbauend durch eine geeignete Plattform auf Landesebene unterstützt und koordiniert werden. Dabei sind die vorhandenen Strukturen wie IMG, AMG, Landgesellschaft, Landestourismusverband und Landkreise intensiv einzubeziehen.

Durch Marketingmaßnahmen sollen innovative Entwicklungsprozesse flankiert werden. Marketing trägt wesentlich dazu bei, den Bekanntheitsgrad zu erhöhen und das Konsumverhalten zu beeinflussen. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Salzwedler Baumkuchen. Dieser steht nicht nur für ein qualitativ hochwertiges Gebäck, sondern auch für die Region Altmark. Dieses Zusammenspiel gilt es zu nutzen, um auf die Altmark als Genuss- und Tourismusregion aufmerksam zu machen.

Ein ebenfalls wesentlicher Aspekt für die Generierung von Wertschöpfung ist die Aufrechterhaltung einer flächendeckenden Grundversorgungsstruktur. Mit einem Modellprogramm sollen Initiativen zur Errichtung von Dorfgemeinschaftsläden unterstützt werden. Dies leistet einen Beitrag zur Wertschöpfung in den betreffenden Gemeinden, um regionale Wirtschaftskreisläufe aufzubauen und die ländlich soziale Entwicklung im Sinne der Daseinsvorsorge zu stärken.

Weitere wichtige Inhalte der Wertschöpfungsstrategie sind die Verbesserung der regionalen Vermarktung über Handelsketten sowie die Nutzung digitaler Medien für Marketingmaßnahmen.

Anregen möchten wir zudem die Durchführung eines Ideenwettbewerbs in Zusammenarbeit mit den wirtschaftswissenschaftlichen Fachbereichen unserer Hochschulen im Land. Gerade junge Menschen sollten hier einbezogen werden, denn sie stehen neuen Wegen offen gegenüber, haben oftmals sehr innovative Ideen und sind mit den digitalen Medien bestens vertraut.“