11.08.2018

"Debatte über Pflichtdienst ist von vorgestern"

Steppuhn: Bundesfreiwilligendienst und Freiwilliges Soziales Jahr attraktiver gestalten


Die SPD-Landtagsfraktion spricht sich dafür aus, den Bundesfreiwilligendienst und das Freiwillige Soziale Jahr deutlich attraktiver zu gestalten. Dazu erklärt der stellvertretende Vorsitzende und arbeitsmarktpolitische Sprecher, Andreas Steppuhn:

Statt Debatten von vorgestern über einen verpflichtenden Wehr- und Zivildienst zu führen, macht es Sinn, darüber nachzudenken, wie man den Bundesfreiwilligendienst und das Freiwillige Soziale Jahr attraktiver machen kann. Für viele junge Menschen dienen diese Möglichkeiten bereits heute zur Orientierung vor dem Einstieg ins Berufsleben oder ins Studium. Was noch fehlt, sind attraktive Rahmenbedingungen wie zum Beispiel eine verbesserte Aufwandsentschädigung. Gleiches gilt für Fahrtkostenerstattung zum Einsatzort oder auch für die Übernahme von Unterbringungskosten. Wünschenswert sind auch Verbesserungen bei der Sachkostenerstattung für Träger und die Schaffung von Qualifizierungsmöglichkeiten.
Unser Ziel muss es sein, durch eine Steigerung der Attraktivität eine höhere Nachfrage nach solchen Einsatzstellen zu erreichen und insgesamt zu einer Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements zu kommen. Allerdings darf der Bundesfreiwilligendienst keine stille Einsatzreserve werden, um etwa die Probleme in der Pflege zu beheben. Hier ist eine Offensive zur Fachkräftegewinnung durch Ausbildung, Professionalisierung und bessere Bezahlung gefragt.

Zurück