28.09.2018

Landtag diskutiert über Finanzierung

Kolb-Janssen: Keine neuen Strukturveränderungen bei den Theatern und Orchestern im Land


Der Landtag von Sachsen-Anhalt diskutiert am heutigen Freitag über die Antwort der Landesregierung auf eine Große Anfrage der Linksfraktion zur Situation der Theater und Orchester. Die Antwort macht deutlich, welche unschätzbare kulturelle Arbeit in der zeitgenössischen Kunst, in der Kinder- und Jugendarbeit und in der Kulturvermittlung von unseren Theatern und Orchestern geleistet wird. Wir wollen auf keines der Häuser und Klangkörper verzichten. Sie sind kulturelle Ankerpunkte, egal ob in der Großstadt oder im ländlichen Raum, sagte in der Debatte Angela Kolb-Janssen, kulturpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion.

Die Antwort auf die Große Anfrage zeigt, dass die Kürzungen 2013/14 in Höhe von sechs Millionen Euro zu strukturellen Veränderungen geführt, aber weder zu effizienteren Strukturen noch zu einer besseren Vernetzung der Häuser beigetragen haben. Vielmehr haben sich die Arbeitsbedingungen der Künstlerinnen und Künstler und des Bühnenpersonals verschlechtert. Die Mittel für die tariflichen Dynamisierungen im letzten Doppelhaushalt 2017/18 haben einige Entwicklungen gedämpft, die Entwicklung aber nicht aufgehalten.

Ich bin daher froh, dass es mit den neuen Theater- und Orchesterverträgen ab dem nächsten Jahr gelingt, die Finanzierung auf solide Füße zu stellen und den Theatern und Orchestern Planungs- und Finanzierungssicherheit zu geben, so Kolb-Janssen weiter. Die Grundförderung soll um fünf Prozent angehoben werden, und die Tarifsteigerungen für die Beschäftigten werden ausgeglichen. Das Land wird, wenn der Haushalt so verabschiedet wird, pro Jahr 39 Millionen Euro für die Theater und Orchester ausgeben. Dies sind im Vergleich zu den Verträgen der letzten Förderperiode pro Jahr acht Millionen Euro mehr.

Wir sollten bei dieser positiven Entwicklung aber die Arbeits- und Produktionsbedingungen der freien Theater nicht aus dem Blick verlieren. Auch hier findet kulturelle Bildung – oft in Zusammenarbeit mit den Schulen – statt, ergänzte Kolb-Janssen.

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