12.11.2018

SPD-Landtagsfraktion begrüßt Ausbildungsreport der DGB-Jugend/Missstände kritisiert

Steppuhn: Attraktive Berufsausbildung ist Schlüssel zur Fachkräftegewinnung


Die SPD-Landtagsfraktion hat den von der DGB-Jugend am heutigen Montag vorgestellten Ausbildungsreport 2018 begrüßt. Es ist eine verdienstvolle Aktion, dass die Gewerkschaftsjugend erstmals eine landesweite Datenbasis zur Qualität der beruflichen Bildung aus der Sicht der Auszubildenden vorlegt, erklärte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und arbeitsmarktpolitische Sprecher, Andreas Steppuhn. Erfreulich ist, dass mehr als zwei Drittel der Befragten ihre Ausbildung als gut oder sehr gut bewerten. Umso erschreckender sind die Ausreißer nach unten: 16,5 Prozent sagen, dass sie selten oder nie einen Ausbilder zur Verfügung haben, 7,2 Prozent geben gar an, dass es in ihrem Betrieb gar keinen Ausbilder gibt. Das geht gar nicht! Auszubildende dürfen nicht als billige Arbeitskräfte herhalten.

Nur mit einer attraktiven Berufsausbildung werde es möglich sein, die benötigten Fachkräfte für die Zukunft zu gewinnen, betonte Steppuhn: Deshalb setzen wir gemeinsam mit den DGB-Gewerkschaften auf die schnelle Einführung einer gesetzlichen Mindestausbildungsvergütung im Bund. Ferner wollen wir junge Menschen während ihrer Berufsausbildung von zu hohen Kosten entlasten, die oft der Grund für Ausbildungsabbrüche sind. In einem ersten Schritt wird mit dem Landeshaushalt 2019 das Budget für Fahrt- und Unterbringungskosten deutlich auf drei Millionen Euro erhöht. Perspektivisch gehe es darum, die Fahrtkostenerstattung zu einem Azubiticket weiterzuentwickeln, so Steppuhn. Der Einstieg soll noch in dieser Legislaturperiode erfolgen.

Das Thema Ausbildungsabbrüche und die Konsequenzen daraus werden auch in der kommenden Landtagssitzung Thema sein.

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