15.11.2018

Waldschäden

Forstwirtschaft bekommt mehr Unterstützung


Auf der heutigen Sitzung des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten fand eine Anhörung zu den massiven Schäden im Wald statt, welche durch Sturm, Dürre und Käferbefall entstanden sind. Eingeladen waren hierzu Vertreter der Nordwestdeutschen Forstlichen Versuchsanstalt, der TU Dresden und des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Im Ergebnis der Anhörung wurde deutlich, dass wir eine Jahrhundertkatastrophe in unseren Wäldern erleben.

Dazu erklärt der forstpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Jürgen Barth:

Die Anhörung hat uns unmissverständlich vor Augen geführt, dass wir im Forstbereich mehr machen müssen, um unsere Wälder bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen. Das Zusammenspiel von Sturmereignissen, Dürre und der massiven Schädlingsvermehrung hat nach Ansicht der Sachverständigen zu einer Jahrhundert­katastrophe im Forst geführt, wobei das ganze Ausmaß erst in den Folgejahren sichtbar sein wird. Für die Waldbesitzer kommt erschwerend hinzu, dass durch den großen Anfall an Schadholz die Preise erheblich gesunken sind. Daraus ergibt sich für viele Waldbesitzer ein Liquiditätsproblem, welches die finanziellen Voraussetzungen der Schadensaufarbeitung und Wiederaufforstung erheblich belastet.

Hervorgehoben wurde von den Anzuhörenden die gesellschaftliche Verantwortung für den Wald. Die Ökosystemleistung unserer Wälder liegt deutlich über der Wirtschaftsleistung. Wir sind aufgefordert, unsere Unterstützung für den Wald gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels erheblich zu forcieren und werden uns in der Koalition dafür einsetzen.

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