28.11.2018

Reinhard-Höppner-Engagementpreis erstmals verliehen: Preise gehen nach Tangerhütte, Halle und Bad Schmiedeberg

Katja Pähle: Dieser Preis ist auch ein Signal für Zusammenhalt


Die SPD-Landtagsfraktion und der SPD-Landesverband Sachsen-Anhalt haben am gestrigen Dienstag zum ersten Mal den neu ausgelobten Reinhard-Höppner-Engagementpreis verliehen. Einmal jährlich sollen künftig Menschen, Vereine und Initiativen, die sich um das Gemeinwohl verdient gemachten haben, mit diesem Preis geehrt werden. Eine fünfköpfige Jury unter dem Vorsitz der SPD-Fraktionsvorsitzenden Katja Pähle hatte aus 57 eingereichten Vorschlägen drei Preisträgerinnen und Preisträger ausgewählt. Die feierliche Preisvergabe fand im Landtag aus Anlass des am kommenden Sonntag bevorstehenden 70. Geburtstags des verstorbenen Ministerpräsidenten a. D. Reinhard Höppner statt.

 "Wir wollen mit dem Reinhard-Höppner-Preis auch ein Signal setzen für das, was unsere Gesellschaft heute besonders dringend braucht: ein Signal für Zusammenhalt", sagte Katja Pähle in ihrer Begrüßungsrede. "Leute, die spalten und Menschen gegeneinander hetzen, gibt es heute auf der Welt genug. Menschen, die sich im Ehrenamt engagieren, helfen tatkräftig mit, den Laden zusammenzuhalten."

  1. Preis (500 Euro): Heimatverein Tangerhütte

 Jurymitglied Renate Höppner würdigte in ihrer Laudatio das breite Spektrum der Vereinsaktivitäten würdigte mit Heimatmuseum, Kunstausstellungen, Konzerten, Radtouren, Grillfesten und Wanderungen. "All das schafft Heimat – keine Frage –, aber den ersten Preis bekommen Sie alle besonders dafür, dass sie dies verbinden mit dem Bekenntnis: ,Wir teilen unsere Heimat mit denen, die sie verloren haben durch den Krieg oder den Klimawandel; die Heimat gehört uns allen.‘ Neutangerhütter gehören dazu, weil ihr euch kümmert um die Geflüchteten. Ihr bekommt zusammen, was zusammengehört: Heimat haben und Heimat geben, Heimat wertschätzen und Heimat gestalten."

  1. Preis (300 Euro): Till Gaßmann, Halle

 "Mit 22 Jahren hat er bereits in verschiedenen Ehrenämtern so viel geleistet, wie es mancher in seinem ganzen Leben nicht schafft", sagte Jurymitglied Burkhard Lischka, der Landesvorsitzende der SPD. „"Er machte mit im Arbeitskreis ,Refugees Welcome‘ und kümmerte sich auch in seiner Freizeit um Geflüchtete. Quasi zeitgleich kam Till zu ,Rock your life‘. Der Verein, der ebenfalls auf der Liste der Nominierten des diesjährigen Reinhard-Höppner-Preises stand, will das Wort Bildungsgerechtigkeit mit Leben füllen: Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen oder sozial schwachen Familien werden von Studierenden als Mentorinnen und Mentoren betreut. Jetzt die neue Initiative,Politik lieben lernen!‘ Till Gaßmann ist ein Mutmacher, ein Beispiel für selbstloses Ehrenamt."

  1. Preis (200 Euro): Gerit Möhrke, Trebitz bei Bad Schmiedeberg

"Im Landkreis Wittenberg genießt sie hohes Ansehen, denn sie hat zahlreiche Menschen – es sind Hunderte – beim Sterben begleitet", sagte Jurymitglied Rüdiger Fikentscher, ehemaliger Landes- und Fraktionsvorsitzender der SPD. "Diese Tätigkeit ist wichtig und keineswegs einfach. Menschen in den Tod zu begleiten, ist sehr schwer und erfordert viel mentale Kraft. Und gerade weil die Öffentlichkeit davon wenig wahrnimmt, wurde Gerit Möhrke von uns ein Preis zuerkannt."

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