20.03.2019

Brandgefahr bei E-Autos der Deutschen Post

Erben: Sicherheit geht vor, deshalb ist die Teilstilllegung richtig


Wie das ARD-Magazin Plusminus berichtet, hat die Deutsche Post AG 460 Fahrzeuge ihres Elektromobils StreetScooter als potentiell brandgefährdet eingestuft und stillgelegt. Zuvor hatte es unter anderem in der Stadt Teuchern (Burgenlandkreis) einen plötzlichen und ungeklärten Brand eines solchen Fahrzeugs gegeben. Der Brand stand nicht in Zusammenhang mit einem Unfall und ging eindeutig von der eingebauten Lithium-Ionen-Hochspannungsbatterie aus. Der Brand in der Stadt Teuchern hatte die dortige Feuerwehr vor erhebliche Probleme bei der Brandbekämpfung und dem Umgang mit dem kontaminierten Löschwasser gestellt. Gleichzeitig hatte sich herausgestellt, dass es in Sachsen-Anhalt keine klaren Handlungsempfehlungen für den Umgang mit brennenden Lithium-Ionen-Hochspannungsbatterien gibt.

Rüdiger Erben, innenpolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt, begrüßt, dass die Deutsche Post AG die risikobehafteten Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen hat, denn aus seiner Sicht geht der Schutz von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern im Zweifelsfall vor. Zugleich mahnt er an, dass die Feuerwehren in Sachsen-Anhalt besser auf solche Vorkommnisse vorbereitet sein müssen.

Erben: Solche Hochspannungsbatterien sind längst nicht nur in den StreetScootern der Deutschen Post verbaut. Immer häufiger stehen die auch in Kellern, um Solarstrom zu speichern. Es gibt noch immer keine einheitlichen Handlungsempfehlungen, was das geeignetste Löschmittel ist und wie nach den Löscharbeiten mit dem Löschwasser und den Batterien umgegangen werden muss. Die Verunsicherung in den Feuerwehren ist nach dem Brand in Teuchern groß, dem muss jetzt zügig begegnet werden.

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