22.03.2019

Die ersten Gemeinschaftsschulen starten in die gymnasiale Oberstufe

Kolb-Janssen: Ein Erfolg für SchülerInnen, Schulleitungen und Lehrkräfte


Zum neuen Schuljahr 2019/20 können voraussichtlich zwei Gemeinschaftsschulen – die Ganztagsschule Albert Schweitzer in Aschersleben und die Ganztagsschule Johannes Gutenberg in Wolmirstedt – mit einer eigenen gymnasialen Oberstufe beginnen. Die notwendige Mindestschülerzahl von 50 Schülerinnen und Schülern wird von beiden nach den bisher vorliegenden Interessensbekundungen erreicht.

 

Ich freue mich, dass es den beiden Gemeinschaftsschulen trotz der schwierigen Bedingungen wie Lehrermangel und abgesenkter Stundenzuweisungen gelingt, für das nächste Schuljahr in den ersten Oberstufenjahrgang zu starten. Ein toller Erfolg!, erklärt dazu Angela Kolb-Janssen, bildungspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion.  „Mein Dank geht dafür an das herausragende Engagement der Schulleiterinnen und Lehrkräfte, die ihren Schülerinnen und Schülern das ermöglichen.“

Seit der Einführung zum Schuljahr 2013/14 haben sich bis heute 48 Gemeinschaftsschulen in Sachsen-Anhalt gebildet. Die Umwandlung von Sekundarschulen in Gemeinschaftsschulen erfolgt freiwillig. Die Schülerinnen und Schüler haben dort länger Zeit, ihre Stärken zu entwickeln, lernen länger im Klassenverbund. Sie werden individuell gefördert und müssen sich nicht schon nach der vierten Klasse für einen Abschluss entscheiden. Beide Schulen haben das 13-jährige Modell gewählt. Die ersten Abiturientinnen und Abiturienten könnten dann im Jahr 2022 ihr Abitur in Händen halten.

Gemeinschaftsschulen haben nach den vorliegenden Daten des Bildungsministeriums neben den Grund- und Förderschulen die schlechteste Unterrichtsversorgung. Sie liegt durchschnittlich nur bei 96,5 Prozent. Ich erwarte, dass die Gemeinschaftsschulen bei der Unterrichtsversorgung und Lehrereinstellung genauso berücksichtigt werden wie alle anderen Schulformen auch. Das gilt insbesondere für Gymnasiallehrkräfte, die für die Oberstufe benötigt werden, sich bisher aber kaum an Gemeinschaftsschulen bewerben. Hier müssen die Anstrengungen im Einstellungsverfahren verstärkt werden, so Kolb-Janssen.

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