06.02.2020

Erste Messergebnisse liegen vor

Grube Brüchau ist nicht dicht – SPD-Fraktion sieht "umfassenden Handlungsbedarf"


Der Landtagsausschuss für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung hat heute zum wiederholten Mal über die geplante endgültige Entsorgung der Schadstoffe in der ehemaligen Tongrube (Altmarkkreis Salzwedel) beraten. Dabei ging es um neue Erkenntnisse aus den vorbereitenden Untersuchungen durch den Betreiber Neptune Energy. Es zeichnet sich ab, dass für einen dauerhaft sicheren Umgang mit den Schadstoffen eine Auskofferung der Grube erforderlich wird.

"Damit ist klar: Es gibt umfassenden Handlungsbedarf, sowohl für das verantwortliche Unternehmen als auch für Bergbau- und Umweltbehörden", erklärte dazu die SPD-Fraktionsvorsitzende Katja Pähle. "Insbesondere wird es auch darum gehen, wie und wo die Inhaltstoffe dauerhaft sicher und gefahrlos gelagert werden können. Mit Hau-ruck-Aktionen wird das nicht gehen."

Holger Hövelmann, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, erklärte: "Der Zwischenbericht zeigt, dass es eine richtige Entscheidung des Landtags und des Ministeriums war, eine ergebnisoffene Untersuchung über die beste Entsorgungsvariante einzuleiten. Jetzt müssen aus den Erkenntnissen sorgfältig Konsequenzen gezogen werden."

Wichtig seien umfassende und transparente Informationen an die Bevölkerung vor Ort, unterstrich der umweltpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Jürgen Barth: "Dass die Grube nicht dicht ist, war immer die große Sorge der Menschen in Brüchau und Umgebung. Unternehmen und Behörden sind gefragt, über die aktuellen Messergebnisse ebenso zu informieren wie über die Planungen zur Entsorgung. Dabei muss die Frage im Mittelpunkt stehen, wie Risiken und Gefahren ausgeschlossen werden können."

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