30.04.2021

Unterstützung für Petition gegen die neue Versetzungsverordnung

Katja Pähle: "Der Bildungsminister darf die Sorgen der Eltern und Lehrer*innen nicht in den Wind schlagen"


Die SPD-Landtagsfraktion begrüßt die Online-Petition der Initiative Bildungsperspektive gegen die geplante neue Versetzungsverordnung. Die Petition bringt die großen Sorgen von Eltern, Lehrerinnen und Lehrern an Sekundarschulen zum Ausdruck. Und diese Sorgen sind mehr als berechtigt, sagte die Fraktionsvorsitzende Katja Pähle. Der Bildungsminister darf diese Bedenken nicht in den Wind schlagen. Die Initiatorinnen und Initiatoren der Petition haben unseren vollen Rückhalt.

 

Bildungspolitisch gebe es nicht den geringsten Grund, den erforderlichen Notendurchschnitt für den Zugang zur Realschulbildung am Ende der 6. Klasse einfach um eine Note heraufzusetzen, sagte Pähle: Ganz im Gegenteil: Die dann folgenden vier Jahre werden gebraucht, um den Kindern an der Sekundarschule die Voraussetzungen für einen Realschulabschluss zu vermitteln. Und den brauchen sie für die weitaus meisten Berufsausbildungen. Für die Anstrengungen von Wirtschaft und Politik gegen den Fachkräftemangel sind Tullners Pläne ein Schlag ins Kontor.

 

Sie erwarte große Unruhe an den Schulen aufgrund der geplanten Änderung, sagte die Fraktionsvorsitzende weiter: Gerade nach einem Jahr voller gemeinsamer Anstrengungen von Kindern und Eltern in Homeschooling und Wechselunterricht fehlt den Leuten jedes Verständnis dafür, dass jetzt die Bedingungen für ein schulisches Weiterkommen auch noch verschärft werden sollen. Das ist eine schlimme Demotivierung für alle Beteiligten. Für die SPD sei der Vorstoß des Ministers ein weiteres Argument für ein längeres gemeinsames Lernen und für die Bildung von Gemeinschaftsschulen.

 

Katja Pähle: Minister Tullner sollte sein Vorhaben zurückziehen. Wenn ihm wirklich an einem Schulfrieden gelegen ist, kann er das jetzt unter Beweis stellen.

 

 

Zur Petition:

https://www.openpetition.de/petition/online/bildungsperspektiven-fuer-kinder-offenhalten-nein-zu-tullners-verschaerfung-der-versetzungsverordnun

Zurück